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Triathlon beim VfR Simmern

Geschichte einer besonderen Abteilung

Bei uns wird TRIATHLON groß geschrieben. Die jüngste Abteilung des VfR, mit der jüngsten Sportart, war bis vor kurzem auch der kleinste Haufen im Verein.
TRIATHLON war zu Beginn eine Herausforderung für Leute, die ihre Grenzen und eine neue sportliche Freiheit suchten, mancher hat sie belächelt. Heute ist das „Schwimmen-Radfahren-Laufen“ in ein strenges Regelwerk verschnürt und ein Sport wie jeder Andere.
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Die Ursprünge des Triathlons und die Gründung der Abteilung in Simmern

Die Geburtsstunde des TRIATHLON liegt irgendwo im Jahre 1977 auf Hawaii, und entstand aus einem Streit darüber, welcher Athlet wohl der Größte sei, der die 4 km Waikiki-Brandungsschwimmen, das 180 km Oahu-Radrennen oder den Honolulu Marathonlauf besteht. Man einigte sich darauf die insgesamt 227 km an einem Tage hintereinander zu absolvieren. Von der ersten 12 Startern kamen 11 ins Ziel.

Nach Deutschland kam der TRIATHLON 1982 und 1983 nach Rheinland-Pfalz. So wurde 1988 durch den damals amtierenden Vorsitzenden des VfR Simmern, Horst Thielen, und Horst Fendler die Abteilung TRIATHLON ins Leben gerufen. Schon 1989 startete eine Mannschaft für den VfR Simmern.

Stefan Scherer feiert seine Ankunft bei der IRONMAN-Weltmeisterschaft 2022 in St. George, Utah. Er trägt ein sportliches Triathlon-Outfit und hebt beide Arme in die Luft, während er auf dem roten Teppich des Zielbereichs steht. Im Hintergrund ist ein großes Banner mit der Aufschrift „IRONMAN WORLD CHAMPIONSHIP“ sowie eine Rangliste mit den Zeiten der Teilnehmer zu sehen.

Erste Jahre im Ligabetrieb und sportlicher Aufstieg

1990 wird die Rheinland-Pfalz Triathlon-Landesliga eingerichtet. Die Mannschaft des VfR hatte Mühe, immer die ausreichende Anzahl von Athleten an den Start zu bringen und doch reichte es zu einem 15. Platz von mehr als 20 Mannschaften in Rheinland-Pfalz. Bis 1993 pendelt die Mannschaft zwischen dem 13. und dem letzten Platz in der 2. Liga.

Von 1989-1991 sind Georg Knichel, Harald Sullivan und der Senior Horst Fendler die Leistungsträger in der Mannschaft, 1992 übernimmt Harald Zeiss und 1993 Torsten Kühn und Werner Vollrath diese Rolle, bis 1994 der Junior Sascha Kauer für die Trias des VfR an den Start geht und die Spitzenathleten im Land das Fürchten lehrt.

Nur wenige Wochen nach seinem 1. Start kann sich Sascha bei den Deutschen Triathlon-Meisterschaften der Junioren unter die ersten 10 platzieren. Mit dem neuen Mann am Start belegt der VfR 1994 den 4. Platz in der 2. Liga.

Sascha setzt neue Maßstäbe. Vom ersten bis zum letzten Ligalauf belegt er 1995 den 1. Platz, und dank der guten Leistungen aller Mannschaftsmitglieder, wobei die Namen Peter Becker, Winfried Puttkammer und Mirco Reiz besonders zu erwähnen sind, schafft der VfR Simmern 1995 den Aufstieg in die 1. Landesliga.

Der Triathlon der Stadt Simmern

Damit ist aber nur ein Teil der Aktivitäten beschrieben, denn schon 1991, wieder durch den damaligen Vereinsvorsitzenden Horst Thielen angeregt, haben die vier Akteure Uwe Bamberger, Georg Knichel, Harald Sullivan und Horst Fendler den 1. TRIATHLON der Stadt Simmern organisiert und mit der Hilfe des gesamten VfR Simmern durchgeführt. „DANKE“!

Zur Krönung dieser seither jährlich durchgeführten Veranstaltung sollen im Jubiläumsjahr 1996 die Rheinland-Pfalz-Meisterschaften und ein Ländervergleich mit Thüringen über die Olympische Distanz (1,5 km-40 km-10 km) in Simmern ausgetragen werden.

Triathlet Stefan Scherer fährt mit dem Rennrad auf einer Straße in St. George, Utah, während der IRONMAN Weltmeisterschaft 2022. Er trägt einen schwarzen und roten Wettkampfanzug mit der Nummer 258 und hat eine aerodynamische Haltung auf seinem weißen Canyon-Rennrad. Im Hintergrund sind die charakteristischen roten Felsen und der blaue Himmel zu sehen, die die Landschaft von Utah prägen.

Lauf- und Ausdauererfolge der VfR-Sportler

In dieser Zeit war Horst Fendler auch Abteilungsleiter der Leichtathleten bis ins Jahr 2002, wo diverse Läufe und Meisterschaften im Laufbereich besucht wurden.

Ab dem Jahr 2002 bis zu ihrer Auflösung im Jahr 2013 stand Johannes Klein an der Spitze der Abteilung Leichtathletik. In dieser Zeit nahmen etliche Athleten der Triathlonabteilung an zahlreichen Marathons, Halbmarathons, 10Km Straßenläufen und unzähligen Läufen über alle Distanzen mit großem Erfolg teil.

Ironman-Erfolge und internationale Wettkämpfe

Ab dem Jahr 2000 bis heute steht Johannes Klein als Abteilungsleiter an der Spitze der Triathleten mit einer stabilen Mitgliederzahl, von etwa 40 Personen.

Viele Aktivitäten auf allen Distanzen wurden von den Mitgliedern bewältigt. Zu erwähnen sind unzählige Wettkämpfe über die Ironman Distanz, wobei es für viele Top-Leistungen reichte und einige Mitglieder sich sogar den Traum aller Triathleten erfüllten und es zur Weltmeisterschaft nach Kona, Hawaii schafften.

Johannes Klein (1998), Holger Wilhelm und Volker Boch (2002 und 2006) sogar zwei mal und zu guter Letzt schaffte es Stefan Scherer zur Ironman-WM in St. George, Utah, im Mai 2022 als Ersatz für die coronabedingt verschobene WM in Hawaii.

Zu erwähnen ist auch Torsten Kühn, der mehrmals einen 3-fach Ironman und zur Krönung gar einen 10-fachen Ironman bewältigte (unglaubliche 38 Km Schwimmen, 1800 Km Rad und zum Schluss 420 Km Laufen und das alles in weniger als 10 Tagen)

Auch unser leider verstorbenes Mitglied Paul Huhn erzielte einige überregionale und internationale Platzierungen im Duathlon, mit der Krönung eines Europameistertitels in der AK 70 im Jahr 2005 und als Abschluss seiner Karriere den Weltmeistertitel in seiner Altersklasse im Jahr 2008 in der Mitteldistanz.

Triathlet Stefan Scherer mit der Startnummer 309, gekleidet in ein grünes und rotes Trikot des VfR Simmern, läuft in Richtung der Ziellinie beim Inferno Triathlon am Schilthorn, Schweiz. Im Hintergrund sind auffällige Werbefahnen Schilthorns und des Inferno Triathlons zu sehen, während Zuschauer ihm applaudieren.

Erfolgreiche Jahre in der Bundesliga

Auch als Team ging die Erfolgsgeschichte der Abteilung weiter.

Im Jahr 1998 wurde die RTV-Liga in Rheinland-Pfalz gewonnen und damit der Aufstieg in die 2.Bundesliga Süd, die zweithöchste Liga im Triathlonbereich, geschafft.

Erfolgreiche 10 Jahre spielten Simmerer Triathleten teils eine dominante Rolle in dieser Liga, mit dem fast Aufstieg in die erste Bundesliga 2005. Viele Topathleten, wie Markus Fachbach, Sascha Kauer, Christoph Streiß, Martin Wagner, Holger Wilhelm, unser jetziger Landrat Volker Boch, Markus Schmelzeisen, Winfried Puttkammer, Johannes Klein, Mirco Reitz und viele mehr gestalteten diese erfolgreiche Phase mit, die mit dem freiwilligen “Abstieg“ in die Regionalliga Süd, aufgrund personeller Engpässe, endete.

Regionalliga und schwierige Jahre

Die Regionalligajahre 2011-2012 und damit der Start in Deutschlands dritthöchster Liga war geprägt von Personalsorgen, Verletzungspech, Absagen und Terminüberschneidungen.

Schon in den Jahren zuvor in der 2.Bundesliga zeichnete sich die Tendenz ab, dass es besonders auf Grund individueller sportlicher Interessen und damit verbundener Terminüberschneidung mit den großen Ironman-Wettkämpfen zu häufigen Absagen für Regionalligastarts kommen würde. In Bestbesetzung konnten wir selten antreten.

Trotzdem: In all den Jahren gab es nie einen sportlichen Abstieg, weder aus der 2. Bundesliga, noch aus der Regionalliga: Auch hier erfolgte der freiwillige Rückzug in die 1. Landesliga nur aus personellen Gründen.

Triathlet Stefan Scherer in einem grünen Trikot mit der Aufschrift „VfR Simmern“ und der Nummer 309 feiert seinen Zieleinlauf beim Inferno Triathlon am Schilthorn in der Schweiz. Die Uhr zeigt eine Zeit von 11:07:16 an. Im Hintergrund sind Berge und eine weitere Person in grüner Sportkleidung zu sehen.

Ende des Ligabetriebs und neue Ausrichtung

Die Landesligajahre ab 2013 starteten mit dem erneuten freiwilligen Rückzug eine Liga tiefer auf Grund der Personalprobleme.

Auch die erfolgreiche Phase des Triathlons der Stadt Simmern endete nach der 20. Auflage mit viel Wehmut im Jahr 2010.

Wegen zunehmendem organisatorischem Aufwand wurde die gemeinsame Entscheidung getroffen, ab 2017 keine VfR-Mannschaft mehr im Ligabetrieb zu melden.

Triathlon, Radsport und gemeinsame Aktivitäten heute

Statt dessen erfolgte in den Nachfolgejahren eine stärkere Fokussierung und Unterstützung der Sportler auf die „großen“ Langdistanzrennen der Ironman- und Chalange Serie. Zahlreiche Einzelstarts auf Mittel- und Langdistanzen und „exotischen“ Wettkampfformaten (70:3, 3fach oder 10fachIronman) fanden statt.

Aber auch viele Aktivitäten im Radsportbereich wurden in Angriff genommen. Und so ist eine lebendige und aktive Abteilung mit Radtouren in und über die Alpen und die Teilnahme an zahlreichen Mountain Bike Rennen äußerst agil und aktiv.

Triathlet Stefan Scherer fährt auf einem weißen Rennrad die Straße entlang, umgeben von einer malerischen Landschaft mit Bergen und einem See im Hintergrund. Er trägt ein farbenfrohes Sportoutfit mit einem grünen Oberteil und roten Shorts, sowie einen Helm und eine Sonnenbrille. Diese Szene entstand beim Inferno Triathlon am Schilthorn in der Schweiz.

Mitmachen bei der Triathlonabteilung des VfR Simmern

Für alle Interessierten: Treffpunkt jeden Sonntagmorgen um 9 Uhr zur gemeinsamen Radausfahrt und kennenlernen der Abteilung.

Horst Fendler
Johannes Klein
Stefan Scherer

Portrait von Johannes Klein, Abteilungsleiter der Triathlonabteilung des VfR Simmern, mit grauen Haaren und kurzem Bart, steht im grünen Hemd und mit einer Sonnenbrille auf dem Kopf im Freien, hinter sich ein steinernes Aquädukt und eine üppige Landschaft unter einem klaren blauen Himmel.

Johannes Klein

Abteilungsleiter